Wir bauen unseren ersten Onlineshop

Online Shop mit Medusa

Wir bauen bei smartive ziemlich viele Dinge. Aber was wir tatsächlich noch nie gebaut haben ist ein klassischer Onlineshop.

Jetzt ist es soweit. 🛒

Für ein neues B2B-Projekt dürfen wir einen Shop bauen. Produktdaten aus dem ERP, Kundenlogin, kundenspezifische Preise und Währungen – das volle Programm.

Nur: Womit baut man 2026 eigentlich einen Onlineshop?

Shopify? Salesforce? Selber bauen? 😬

Okay, selber bauen war schnell vom Tisch. Warenkörbe, Bestellungen, Payments, Preise und all die anderen lustigen Commerce-Probleme wurden schon oft genug gelöst.

Big players wie Shopify, Salesforce usw. waren natürlich Kandidaten. Wir haben uns aber auch einige Headless-Commerce-Lösungen angeschaut und sind dabei bei Medusa hängen geblieben.

Medusa ist Open Source, basiert auf Node.js und bringt uns die ganzen Commerce-Grundlagen bereits mit: Products, Customers, Carts, Orders, Payments, Pricing, Inventory und einiges mehr.

Der für uns spannendere Teil ist aber, was Medusa nicht vorgibt.

Das Frontend gehört uns. Eigene Datenmodelle, APIs, Workflows und Integrationen können wir selber bauen. Und wenn unsere Produkte aus einem ERP kommen oder unser B2B-Shop irgendeine Spezialität braucht, müssen wir nicht zuerst herausfinden, welche App aus einem Marketplace das irgendwie hinkriegt.

Das passt ziemlich gut zu unserer Art, Software zu bauen.

B2B kanns auch

Unser Shop wird kein klassischer B2C-Shop.

Kunden loggen sich ein und je nach Kunde gelten andere Preise und teilweise andere Konditionen. Dazu kommen verschiedene Währungen und die Integration mit dem bestehenden ERP.

Auch da bringt Medusa bereits einiges mit. Customer Groups, Price Lists, mehrere Währungen, Sales Channels und weitere Commerce-Primitives können wir als Basis verwenden und dort erweitern, wo unser Projekt speziell wird.

Wir müssen also nicht Commerce neu erfinden, können aber trotzdem ziemlich viel selber bestimmen.

Gefällt uns bisher. 🙂

DatoCMS + Medusa + Next.js

Für Content mussten wir zum Glück nicht nochmals evaluieren.

DatoCMS ❤️

Wir setzen Dato inzwischen seit einigen Jahren für unsere Websites ein und sind immer noch grosse Fans davon.

Also warum nicht beides kombinieren?

DatoCMS macht Content.

Medusa macht Commerce.

Next.js macht den Rest.

Texte, Bilder, Landingpages und SEO-Content kommen aus Dato. Produkte, Preise, Kunden und Bestellungen aus Medusa. Im Next.js-Frontend kommt dann alles zusammen.

Zumindest auf dem Papier fühlt sich das ziemlich sauber an.

Und Medusa hat offensichtlich auch Bock auf AI 🤖

Noch etwas ist uns bei der Evaluation aufgefallen: Medusa denkt ziemlich konsequent darüber nach, wie Software heute mit Coding Agents gebaut wird.

Und damit meinen wir nicht den nächsten AI-Chatbot irgendwo rechts unten.

Medusa bietet eigene Skills für Coding Agents. Dazu gibt es einen MCP-Server direkt auf aktuelle Medusa-Dokumentationen und Guides.

Dazu kommt Medusa Cloud: Hosting für Medusa-Projekte, plus ein Agent im Dashboard. Der kennt Deployments, Logs und das Projekt – und hilft, wenn ein Build oder ein Deploy in die Hose geht.

Medusa nennt das AI-native Commerce. Grosse Worte. 😄

Aber die Richtung gefällt uns. Wir arbeiten selber immer mehr mit Coding Agents – wenn die Tools, mit denen wir entwickeln, darauf vorbereitet sind: umso besser.

Der Vibe muss stimmen

Und dann gibts noch ein ziemlich unwissenschaftliches Evaluationskriterium.

Sind die Leute dahinter cool?

Klingt vielleicht etwas doof, ist uns aber tatsächlich wichtig.

Das war damals schon einer der Gründe, weshalb wir uns in DatoCMS verliebt haben. Gute Developer Experience, gute Doku, direkter Kontakt und Menschen dahinter, die offensichtlich Bock auf ihr Produkt haben.

Bei Medusa hatten wir während unserer Evaluation bisher einen ziemlich ähnlichen Eindruck.

Wir hatten ein paar Fragen, haben mit dem Team geschrieben und bekamen schnell hilfreiche und technische Antworten. Kein ewiges Sales-Gedöns, sondern unkomplizierter Austausch mit Leuten, die wissen, wovon sie sprechen.

Das steht in keiner Feature-Matrix. Kann bei einer Technologie, auf die man die nächsten Jahre setzen möchte, aber trotzdem ziemlich entscheidend sein.

Also: Medusa it is?

Sieht aktuell danach aus. 🐍

Aber bevor das hier wie ein Medusa-Werbepost klingt: Wir haben damit noch keinen produktiven Shop gebaut.

Die Evaluation war vielversprechend. Jetzt kommt der interessante Teil.

In den nächsten Wochen starten wir mit der Umsetzung und werden sehen, wie sich DatoCMS + Medusa + Next.js in einem echten B2B-Commerce-Projekt schlägt.

Wenn alles so funktioniert, wie wir uns das gerade vorstellen, gibts danach Teil 2 mit unseren Erfahrungen aus dem Projekt.

Und falls wir bis dahin doch Shopify verwenden, gibts vermutlich einen etwas anderen Blogpost. 😄

Ein Mann mit Brille, einem beige gemusterten T-Shirt und einer graün Hose steht vor einem einfarbig blaün Hintergrund, die Hände in den Taschen.

Geschrieben von
Raphael Wirth

Technology|September 2026

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